Psychosomatik - wenn Beschwerden eine Geschichte erzählen

 

Psychosomatik - Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz in Saarbrücken: Hypnose und Reiki Praxis Saar



Die Ergebnisse sind unauffällig.

Ein kurzer Moment der Erleichterung – und gleichzeitig bleibt die Frage im Raum, warum die Beschwerden dennoch nicht nachlassen. Diese Situation taucht in vielen Behandlungsverläufen auf: klare medizinische Befunde, die keine organischen Ursachen erkennen lassen, aber dennoch anhaltende Symptome. An dieser Stelle beginnt häufig der Weg zu uns.

In unserer Praxis in Saarbrücken begegnen wir häufig Menschen, die schon einiges hinter sich haben: Arzttermine, Untersuchungen, Diagnosen, oft eben auch ärztliche Entwarnungen. Viele Menschen kommen zu uns, nachdem sie bei den verschiedensten Fachärzten mehrfach untersucht wurden – ohne dass etwas Auffälliges gefunden wurde.

Das ist meist der Moment, in dem das Wort Psychosomatik auftaucht. Nicht als Etikett, sondern als Möglichkeit, das Zusammenspiel von Körper und Psyche besser zu verstehen.

Was Psychosomatik für uns bedeutet

Der Begriff klingt erstmal abstrakter, als er ist. Im Kern beschreibt Psychosomatik die Tatsache, dass körperliche Prozesse und psychische Belastungen sich gegenseitig beeinflussen. Ohne Schuldfrage, ohne einfache Ursache-Wirkung-Ketten.

In der ICD-10 werden solche Beschwerden „somatoforme Störungen“ genannt – ein technischer Begriff, der erst einmal nur bedeutet: Der Körper meldet sich, obwohl keine eindeutige organische Ursache gefunden wurde. Die Beschwerden sind real, spürbar und belastend. Sie sind nur nicht allein durch medizinische Befunde zu erklären.

Je nach medizinischem Fachbereich können bis zu zwei Drittel der Arztbesuche dem Bereich Psychosomatik zugeordnet werden. In den Hausarztpraxen weist eine im Deutschen Ärzteblatt genannte Studie von 2019 bei 20-50% aller Patienten auf einen möglichen psychosomatischen Hintergrund hin. 

Wie wir psychosomatische Belastungen im Alltag erleben

Viele Menschen beschreiben uns Situationen, die vertraut klingen: Beschwerden, die in stressigen Zeiten stärker auftreten. Symptome, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Eine Anspannung, die irgendwann zum Dauerzustand geworden ist. Oder das Gefühl einer inneren Unruhe, ohne genau sagen zu können, was es ist.

Wir erleben dabei keine Symbolik und keine versteckten Bedeutungen. Sondern Menschen, deren Organismus über längere Zeit unter Druck steht – und er das auf irgendeine Weise zeigt.

Ein Fallbeispiel

Eine junge Frau, Anfang 30, kam zu uns, nachdem sie über Monate wiederkehrende Magenbeschwerden und einen Druck im Brustbereich erlebt hatte. Die Untersuchungen bei mehreren Fachärzten waren unauffällig. Organisch fand sich nichts, das ihre Symptome hätte erklären können. Trotzdem begleiteten sie die Beschwerden im Alltag und nahmen ihr nach und nach das Gefühl von Leichtigkeit.

Im Gespräch zeigte sich ein inneres Spannungsfeld, das ihr lange nicht bewusst gewesen war. Auf der einen Seite wünschte sie sich mehr Selbstständigkeit und wollte Entscheidungen stärker nach ihren eigenen Vorstellungen treffen. 

Auf der anderen Seite fühlte sie sich ihren Eltern sehr verpflichtet und hatte das Gefühl, immer erreichbar bleiben zu müssen – eine Rolle, die sie seit ihrer Jugend kannte. Der Gedanke, sich etwas mehr Raum für sich selbst zu nehmen, löste schnell ein schlechtes Gewissen aus. Gleichzeitig blieb für ihre eigenen Wünsche wenig Platz.

Dazu kam, dass es beruflich gerade unruhig war: neue Aufgaben, wechselnde Strukturen, höhere Anforderungen. Eigentlich hätte sie dort mehr Klarheit gebraucht, doch das Gefühl, alles gleichzeitig im Blick behalten zu müssen – Familie, Job, eigene Wünsche – brachte sie innerlich aus dem Gleichgewicht, ohne dass sie das sofort bemerkte.

Als dieses Zusammenspiel für sie verständlicher wurde, veränderte sich etwas. Nicht abrupt, sondern Schritt für Schritt. Sie begann, genauer wahrzunehmen, was sie wollte, was ihr zu viel war und welche Entscheidungen sie bislang aus alter Gewohnheit getroffen hatte. 

Mit der Zeit wurden ihre körperlichen Beschwerden seltener und weniger intensiv. Für sie war es vor allem erleichternd zu spüren, dass ihre Symptome nicht im luftleeren Raum entstanden waren, sondern mit Themen zusammenhingen, die lange unklar geblieben waren.

Wie wir therapeutisch damit arbeiten

In der humanistischen Psychotherapie geht es uns nicht darum, Symptome zu interpretieren oder zu erklären, was sie „bedeuten“ sollen. Wichtiger ist für uns, dass Menschen einen Ort haben, an dem sie ohne Druck erzählen, wahrnehmen und sortieren können. Oft entsteht bereits dadurch eine Entlastung – weil der innere Druck nicht mehr allein getragen werden muss.

Gespräche spielen dabei eine große Rolle. Nicht als Frage-Antwort-Ritual, sondern als Prozess, der klärt, was gerade wirklich schwer wiegt und was vielleicht schon viel zu lange ausgehalten wurde. Parallel dazu arbeiten wir häufig gestalttherapeutisch. Diese Arbeit im Erleben hilft vielen Menschen, wieder spürbar zu werden, anstatt nur über sich nachzudenken. Das ist oft ein überraschend direkter Zugang zu dem, was sich innerlich bewegt.

Achtsamkeitsbasierte Methoden ergänzen das und ermöglichen, die feinen Momente zu bemerken, in denen der Körper in Anspannung geht, und helfen dabei, wieder Kontakt zu einem ruhigeren Grundgefühl aufzunehmen.

Und manchmal ist es hilfreich, in eine noch tiefere innere Ruhe zu finden. Die humanistische Hypnose bietet dafür einen Rahmen, der frei von Showeffekten ist – eher eine Einladung, dem eigenen Organismus wieder Raum zur Regulation zu geben. Viele Menschen erleben das als wohltuende Pause vom ständigen inneren „An sein“.

So unterschiedlich diese Zugänge sind, haben sie eines gemeinsam: Sie stellen nicht den Kampf gegen Beschwerden in den Mittelpunkt, sondern die Frage, wie jemand wieder mehr in Kontakt mit sich selbst kommen kann.

Worum es am Ende oft wirklich geht

Psychosomatik ist kein Zeichen von Schwäche und kein Hinweis darauf, dass jemand „überreagiert“. Sie zeigt lediglich, dass Körper und Psyche enger miteinander verbunden sind, als es im Alltag oft sichtbar wird.

Entscheidend ist für uns, dass Beschwerden ernst genommen werden – auch dann, wenn medizinische Befunde keine eindeutige Ursache liefern. Häufig entsteht Orientierung nicht durch schnelle Lösungen, sondern durch das genauere Hinsehen: Was spielt im eigenen Leben eine Rolle, das bisher wenig Beachtung gefunden hat? Welche Ängste sind unausgesprochen und wirken im Hintergrund? Welche Themen brauchen Raum, um verstanden zu werden?

Wenn am Ende deutlich wird, dass jemand sich selbst wieder etwas besser einschätzen kann oder spürt, dass sich etwas innerlich sortiert, ist das oft der Moment, in dem Belastung sich verändert. Nicht spektakulär, aber spürbar erleichternd.

Und genau dort setzt unsere Arbeit an: ruhig, respektvoll und im Tempo der Menschen, die zu uns kommen.

Herzlich

Niritya und Tom 

 

Die Autoren dieser Seite: Thomas Wilhelm und Niritya Speicher-Wilhelm, beide Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken, beide Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater e.V. 

Qualifikationen: Beide haben eine insgesamt vierjährige Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie nach Fritz Perls und Transpersonaler Gestalttherapie bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth (Köln und Stuttgart) absolviert. 

Thomas hat zudem eine Ausbildung in tiefenpsychologischer Hypnose, Niritya ist auch Reiki- und Meditationslehrerin. 

 

 

Podcast

Diesen Blog-Artikel gibt´s auch als Podcast in unserem "REDERAUM - mit Niritya & Tom" auf Spotify und hier auf YouTube. Den Text zum Audio findet ihr unten.

 


Transskript zu "Rederaum - mit Niritya & Tom" | Folge 2: "Psychosomatik - wenn Beschwerden eine Geschichte erzählen"

Vorspann:

Schön, dass du hier bist. Wir sind Niritya und Tom, Heilpraktiker für Psychotherapie.

Genau. - In unserer Praxis treffen wir immer wieder Menschen, die merken, dass sie im Alltag irgendwo festhängen: weil Gedanken nicht zur Ruhe kommen wollen, Gefühle schneller kippen als früher oder der Körper zeigt, dass es gerade etwas viel ist.

Und über genau solche Themen wollen wir hier sprechen.

Wir teilen Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken, die dir vielleicht ein bisschen dabei helfen können, dich selbst ein Stück besser zu verstehen – und freundlicher mit dir umzugehen.

Ja - schön, dass du uns begleitest. Lass uns loslegen.

 

Folge 2: Psychosomatik - wenn Beschwerden eine Geschichte erzählen 

 

 Was ist das eigentlich: Psychosomatik?

„Die Ergebnisse sind unauffällig.“

Dieser Satz fällt in Arztpraxen ziemlich häufig. Und oft ist da erst mal… ja, so ein kurzer Moment von Erleichterung.

Man denkt sich dann: Okay, gut, nichts Schlimmes gefunden.
Und gleichzeitig bleibt da diese Frage im Raum: Was fehlt mir denn dann?

Ja: Warum sind die Beschwerden immer noch da, obwohl medizinisch eigentlich alles in Ordnung ist?
Diese Situation begegnet uns tatsächlich in ganz vielen Fällen.

Klare medizinische Befunde, keine organische Ursache – und trotzdem anhaltende Symptome.
Und genau an diesem Punkt beginnt für viele Menschen der Weg zu uns.

In unserer Praxis in Saarbrücken treffen wir häufig Menschen, die schon einiges hinter sich haben. Viele Arzttermine, natürlich auch Facharzttermine, viele Untersuchungen, verschiedene Fachrichtungen, Diagnosen – und eben auch diese ärztlichen Entwarnungen.

Manche sagen dann: „Eigentlich müsste ja alles gut sein.“ Aber die Symptome bleiben. Und das kann schon ziemlich verunsichern. 

Und dann taucht irgendwann dieses Wort auf: Psychosomatik. Das soll gar kein Etikett oder etwas Abwertendes sein.

Sondern eher eine Erklärungsmöglichkeit, wenn es darum geht, das Zusammenspielen von Körper und Psyche besser zu verstehen.

Christian Morgenstern hat da mal so was gesagt wie: "Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare."

Der Begriff Psychosomatik klingt ja erst mal ziemlich abstrakt. Dabei ist das, worum es geht, eigentlich sehr menschlich.

Im Kern beschreibt Psychosomatik einfach, dass unser Körper auf psychische Prozesse reagiert. Und das ohne irgendeine Schuldfrage. Oder dieses Denken in einfachen Ursache-Wirkung-Abläufen.

Eigentlich ganz einfach: Der Körper zeigt, dass in der Psyche irgendwas Belastendes abläuft. Und dann meldet er sich, aber es wird keine medizinisch fassbare Ursache gefunden - auch noch nicht nach der zwanzigsten Untersuchung.

Und ganz wichtig dabei: Die Beschwerden sind real! Die sind echt! Die sind spürbar und belastend, sie sind nicht nur eingebildet. Sie lassen sich nur nicht allein organisch erklären.

Je nach medizinischem Fachbereich können bis zu zwei Drittel der Arztbesuche dem Bereich Psychosomatik zugeordnet werden.

Und eine Studie von 2019 zeigt, dass in den Hausarztpraxen bei bis zu 50 Prozent der Patientinnen und Patienten ein möglicher psychosomatischer Hintergrund eine Rolle spielt.

Viele Menschen beschreiben uns Situationen, die sich ziemlich vertraut anhören. Zum Beispiel Beschwerden, die in stressigen Zeiten stärker werden. Oder Symptome, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen.

Manchmal auch diese dauerhafte Anspannung. So ein Gefühl, ständig unter Strom zu stehen. Oder eine innere Unruhe, bei der man gar nicht genau sagen kann, woher sie kommt.

Wir erleben dabei in den allermeisten Fällen keine küchenpsychologische Symptom-Zuordnung im Sinne von:

Das steht für dies oder jenes, so ein: "Du hast Spannungen in der Schulter, da hast du bestimmt gerade viel zu tragen, oder!?" Mal ehrlich, unter uns: Wer hat das denn nicht?

Was wir sehen sind Menschen, deren Seele über längere Zeit unter Druck steht oder in einem Konflikt steckt – und deren Körper irgendwann anfängt, das irgendwie zu zeigen.

Vielleicht macht ein Beispiel das greifbarer. Wichtig: Völlig anonymisiert. Also so das mit: Wenn es Ähnlichkeiten gibt, dann sind diese rein zufällig... So wie im Fernsehen halt...

 

Fallbeispiel: Psychosomatik

Genau. Also: Eine junge Frau, Anfang 30, kam zu uns mit wiederkehrenden Magenbeschwerden und einem Druck im Brustbereich. Die Symptome hatte sie über Monate, fast ein Jahr. Sie war bei mehreren Fachärzten.

Alle Untersuchungen waren unauffällig, organisch fand sich nichts, was ihre Beschwerden hätte erklären können.

Und trotzdem waren die Magenschmerzen und der Druck da. Im Alltag, bei der Arbeit, abends auf der Couch. Und sie nahmen ihr nach und nach ihre Leichtigkeit, die ihr früher immer so wichtig war.

Im Gespräch zeigte sich dann ein Konflikt, der ihr lange gar nicht bewusst gewesen war: Auf der einen Seite hatte sie den Wunsch nach mehr Selbstständigkeit. Sie wollte Entscheidungen viel mehr nach ihren eigenen Vorstellungen treffen.

Auf der anderen Seite fühlte sie sich ihren Eltern sehr verpflichtet. Sie hatte das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen – eine Rolle, die sie schon seit ihrer späten Kindheit kannte.

Sich mehr Zeit für sich selbst zu nehmen, nicht mehr ständig verfügbar sein zu müssen, diese Idee löste sofort ein schlechtes Gewissen bei ihr aus.

Und für ihre eigenen Wünsche blieb kaum Platz. Dazu kam dann zu dieser Zeit noch eine beruflich ziemlich unruhige Phase: neue Aufgaben, wechselnde Strukturen, ständig steigende Anforderungen.

Eigentlich hätte sie mehr Klarheit gebraucht. Stattdessen hatte sie das Gefühl, alles gleichzeitig im Blick behalten zu müssen – Familie, Job, eigene Bedürfnisse. Dieses Ungleichgewicht hatte sie lange gar nicht mitgekriegt.

Als sie dieses Zusammenspiel langsam besser verstand, veränderte sich etwas. Nicht plötzlich und gar nicht spektakulär.

Sondern Schritt für Schritt. Sie begann nämlich genauer mitzubekommen, was sie eigentlich wollte und was ihr zu viel war. Und welche Entscheidungen sie immer wieder aus alter Gewohnheit getroffen hatte.

Mit der Zeit erlebte sie ihre körperlichen Beschwerden dann seltener und weniger stark. Für sie war es vor allem erleichternd zu erkennen, dass ihre Symptome nicht im luftleeren Raum entstanden waren.

Sondern eben mit Themen zusammenhingen, die sie lange nicht wirklich auf dem Schirm hatte.

Das war eine echt interessante Geschichte. So ähnlich erleben wir das in der Praxis aber tatsächlich immer wieder.

 

Humanistische Psychotherapie in der Psychosomatik 

So wie wir als Therapeuten arbeiten, das nennt man ja "humanistisch". Das heißt, bei uns geht es überhaupt nicht darum, Symptome zu deuten.

Viel wichtiger ist, dass Menschen einen Ort haben, an dem sie ohne Druck erzählen können. Einen Raum, in dem sie sich sortieren können.

Oft gibt das allein schon ein bisschen Entlastung – weil der innere Druck nicht mehr allein getragen werden muss, auch, weil es einen Zeugen gibt. Gespräche spielen dabei eine große Rolle.

Nicht als klassisches Frage-Antwort-Spiel, sondern eher als Prozess.

Als ein Prozess, der klärt, was genau gerade schwierig ist oder schief läuft. Und was der oder die Betreffende vielleicht schon viel zu lange ausgehalten hat.

Ergänzend arbeiten wir häufig gestalttherapeutisch. Und an dieser Stelle erklären wir das immer wieder gerne: Gestalttherapie ist keine Kunsttherapie. Gestalttherapie hat nix mit malen oder töpfern zu tun.

Nee, bei Gestalttherapie geht es darum, mit den Dingen fertig zu werden, die uns - meistens natürlich unbewusst - umtreiben.

So Geschichten, Situationen oder Menschen, wo es noch keinen sauberen Abschluss gibt, wo einfach noch was fehlt.

Ey, vielleicht machen ja mal ´ne Folge nur zur Gestalttherapie, oder?

Ja, gute Idee! Diese Arbeit hilft ja tatsächlich vielen Menschen, vor allem dann, wenn es darum geht, wieder ins Spüren zu kommen – statt immer nur wieder und wieder und wieder über sich und die Welt nachzudenken.

Mit der Gestalt gibt´s oft einen ziemlich direkten Zugang zu dem, was sich in uns tut.

 

Humanistische Hypnosetherapie

Außerdem haben wir noch achtsamkeitsbasierte Methoden im Gepäck. Und Hypnose: Die humanistische Hypnose, mit der ich arbeite, macht aber "nix weg" - so wie viele Menschen sich das mit der Hypnose eben vorstellen.

Bei mir gibt´s keine Show-Effekte wie: "LOS, SCHLAF JETZT, UND DANN BIST DU EINE SCHAF!".

Ich glaube bei dir gibt´s eher sowas wie eine Einladung, sich selbst und bisher unbewussten Geschichten einen Raum zu geben, oder?

Ja, genau, viele erleben das aber auch als eine Pause vom ständigen „im On-Modus sein“, und im funktionieren müssen.

 

Ein anderer Blick auf psychosomatische Symptome 

Aber was für uns immer wichtig ist: Bei uns steht nicht das Ankämpfen gegen die Beschwerden im Mittelpunkt.

Sondern viel eher die Frage: Wie kann unser Klient wieder mehr in Kontakt mit sich selbst kommen und herausfinden, wo seine Probleme oder Konflikte liegen?

Wichtig ist auch: Psychosomatik ist kein Zeichen von Schwäche. Und auch kein Hinweis darauf, dass jemand überreagiert oder übersensibel ist.

Die Pychosomatik zeigt nur, wie eng Körper und Psyche miteinander verbunden sind. Wir nehmen die Beschwerden ernst, auch dann, wenn die medizinischen Befunde sagen, dass da "eigentlich gar nichts sein kann".

Einen echten Blick auf psychosomatische Probleme gibt es in aller Regel nicht durch schnelle oder pauschale Erklärungen. Sondern durch genaues Hinsehen und durch das Wahrnehmen dessen, was ist.

Was zum Beispiel spielt in meinem Leben eine Rolle, ohne dass ich das bisher so mitbekommen habe? Oder was für Ängste spielen im Hintergrund mit? Um welches Thema geht es im Endeffekt wirklich?

Eigentlich geht´s oft darum, dass sich innerlich etwas sortiert, oder dass der Klient oder die Klientin sich selbst wieder besser einschätzen kann.

Dann ist das oft schonmal ein Anfang. Vielleicht kein spektakulärer, aber ein Anfang. Und genau dort setzt unsere Arbeit an.

Ruhig. Und wertschätzend.

Und im Tempo der Menschen, die zu uns kommen.

So, das war´s für heute, oder? Ciao!

Ja, Ciao, bis zum nächsten Mal!

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